Linguistisches Kolloquium: Unterschied zwischen den Versionen

Aus StudiGer
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Programm im Wintersemester 2013/2014)
Zeile 2: Zeile 2:
 
<br>
 
<br>
  
==Programm im Wintersemester 2013/2014==
+
==Programm im Sommersemester 2014==
  
Das aktuelle Semesterprogramm als PDF-Datei: '''[[Media:Linguistisches Kolloquium, Flyer WS13 14.pdf|Programm im Wintersemester 2013/14]]'''
+
Das aktuelle Semesterprogramm als PDF-Datei: '''[[Wird Ihnen in Kürze an dieser Stelle zur Verfügung stehen]]'''
 
*'''Termin:''' jeweils Dienstags, 16:15 - 17:45 Uhr<br>
 
*'''Termin:''' jeweils Dienstags, 16:15 - 17:45 Uhr<br>
 
*'''Ort:''' [[Emil-Figge-Straße 50|Emil-Figge-Str. 50]], Raum 3.112
 
*'''Ort:''' [[Emil-Figge-Straße 50|Emil-Figge-Str. 50]], Raum 3.112
 
<br>
 
<br>
*'''Nächster Vortrag:'''
+
*'''Nächster Vortrag:'''
:04.02.2014 
+
:'''Daniel Düring''' (Dortmund):
+
:'''Körpersprache 2.0: Das Malfeld in der Deutschen Gebärdensprache'''  
:''Das Handlungsmuster des Befehls in der NS-Zeit''
+
:Dr. Ulrike Wrobel (Universität Hamburg)
 +
:Dienstag, 29. April, 16-18 Uhr
 +
 
 +
:Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist eine natürliche Sprache. Sie wird visuell produziert und visuell rezipiert: Die Kommunikation von Sprecher und Seher basiert auf der Sichtbarkeit der körperlichen Ausdrucksmittel. Der Vortrag wird mit einer kurzen Einführung in visuelle Sprachen beginnen, wobei die Diskriminierung der Sprache und ihrer Sprecher thematisiert wird. Im Hauptteil werden die sprachlichen Besonderheiten behandelt, die durch die Nutzung der visuellen Modalität entstanden sind. Eine dieser Besonderheiten ist die Tatsache, dass die DGS über bestimmte Ausdrücke verfügt, mit denen Funktionen des Malfeldes realisiert werden können: In der DGS gibt es Malfeld-Gebärden. Das Malfeld dient Herstellung von Einschätzungsgemeinsamkeit und kommunikativer Solidarität (Ehlich 1999). Das Vorhandensein spezieller Gebärden, mit denen Einstellungen vermittelt werden können, kann als ein abgeschlossener Prozess der Grammatikalisierung eines Teils derjenigen sprachlichen Mittel verstanden werden, die in gesprochenen Lautsprachen als parasprachlich aufgefasst werden (so z.B. Intonation und Betonung).
 +
 
 
<br>
 
<br>
  

Version vom 27. März 2014, 13:22 Uhr

Im Linguistischen Kolloquium, das von den Professorinnen und Professoren der germanistischen Sprachwissenschaft organisiert wird, werden regelmäßig herausragende externe Kolleginnen und Kollegen zu einem Gastvortrag an unserem Institut eingeladen, um aus ihren laufenden Forschungen zu berichten. Die Vorträge richten sich insbesondere auch an Studierende, die Themen der einzelnen Gastvorträge stehen in Zusammenhang mit den Schwerpunkten in Forschung und Lehre, die auch am Institut vertreten werden.

Programm im Sommersemester 2014

Das aktuelle Semesterprogramm als PDF-Datei: Wird Ihnen in Kürze an dieser Stelle zur Verfügung stehen


  • Nächster Vortrag:
Körpersprache 2.0: Das Malfeld in der Deutschen Gebärdensprache
Dr. Ulrike Wrobel (Universität Hamburg)
Dienstag, 29. April, 16-18 Uhr
Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist eine natürliche Sprache. Sie wird visuell produziert und visuell rezipiert: Die Kommunikation von Sprecher und Seher basiert auf der Sichtbarkeit der körperlichen Ausdrucksmittel. Der Vortrag wird mit einer kurzen Einführung in visuelle Sprachen beginnen, wobei die Diskriminierung der Sprache und ihrer Sprecher thematisiert wird. Im Hauptteil werden die sprachlichen Besonderheiten behandelt, die durch die Nutzung der visuellen Modalität entstanden sind. Eine dieser Besonderheiten ist die Tatsache, dass die DGS über bestimmte Ausdrücke verfügt, mit denen Funktionen des Malfeldes realisiert werden können: In der DGS gibt es Malfeld-Gebärden. Das Malfeld dient Herstellung von Einschätzungsgemeinsamkeit und kommunikativer Solidarität (Ehlich 1999). Das Vorhandensein spezieller Gebärden, mit denen Einstellungen vermittelt werden können, kann als ein abgeschlossener Prozess der Grammatikalisierung eines Teils derjenigen sprachlichen Mittel verstanden werden, die in gesprochenen Lautsprachen als parasprachlich aufgefasst werden (so z.B. Intonation und Betonung).


Programm früherer Semester