Arno Bangert: Lehrveranstaltungen

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Literatur und Medizin
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 3.2

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/17

Das konservierte Leben - Künstler(auto)biographien
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Vom Verstehen - zwischen Utopie und Aporie
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 3.2

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016

Der Mythos in der Literatur
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Der wissenschaftliche Blick auf das Erzählen
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 3.2

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2015/2016

Schwarze Romantik
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015

Emotion und Literatur - Affektpoetik im Gattungsvergleich
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 3.2

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!



Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2014/2015

Literatur und Wissen
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

Narren und Hanswürste - die heimlichen High Potentials
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1
  • R. 3.306
  • Di, 8:00 - 10:00 Uhr

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Narren und Hanswürste – die heimlichen High Potentials der Literatur

Von Narren lernen, heißt lachen lernen. — Das Lachen der Narren ist von eigener Art, ein reflexives Lachen, unverzagt, diabolisch, raffiniert und doppelbödig. Der Narr lacht und wird verlacht. Aus Nichts macht er ein Etwas, aus Etwas ein Nichts. Er baut auf und reißt ein. Ein Proteus in Zeit und Raum. Weniger eine fassliche Figur als ein Medium der Reflexion. Er stellt nichts vor, will nichts sein, er spiegelt die Welt, wie sie ihm missfällt.

Der Narr macht sich nie auf den Weg, er ist immer schon da, im Kopf wie in der Welt, er lauscht, beobachtet, kommentiert und radotiert. Er schaut nie in den Spiegel, er ist selbst einer. Er ist voll von der Welt, ihm selbst bleibt kein Raum. Was bleibt ist sein Lachen, in dem sich alles spiegelt.

Kurz: Der Narr ist interessant. Herrlich populär und abenteuerlich unverstanden.

Das Seminar fühlt dem Narr auf den Zahn. Wir erforschen seine Welt, lernen die Narrenwelt im Großen wie im Kleinen kennen. Wir suchen den Narr dort auf, wo er sich gerne herumtreibt, in Texten. Böse Zungen behaupten, er triebe überall sein Unwesen, denn Kritik ist sein Geschäft, hier kennt er sich aus, er teilt aus und steckt ein, (Ein-)Schmeicheln ist seine Sache nicht, Eitelkeit ist ihm verhasst, sein Lob handhabt er wie eine Angel, denn er weiß: wer kritisiert schon Komplimente?

Texte

  • Erasmus von Rotterdam: Das Lob der Torheit
  • H.J.C. von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch (Auszüge)
  • S. Brant: Das Narrenschiff (Auszüge)
  • H. Bote: Till Eulenspiegel (Auszüge)




Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2013/2014

"Beim Lesen lässt sich vortrefflich denken." (Tolstoi) - der literarisierte Brief
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1
  • R. 3.306
  • Di, 08:00 - 10:00 Uhr

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Schriftstücke, Akten, Urkunden... — von den "Zwischengliedern" der Kommunikation
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • BL 2.1
  • R. 3.306
  • Do, 08:00 - 10:00 Uhr

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2013

"Legt ihr's nicht aus, so legt was unter." - Ambiguität in Literatur und Kultur
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • G2b/F3
  • BL 2.1
  • R. 3.306
  • Do, 08:00 - 10:00 Uhr

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Das Phänomen der Mehrdeutigkeit zeichnet insbesondere literarische Texte aus. Für die Textanalyse stellen sich hierdurch Fragen:

Welche Varianten der Mehrdeutigkeit lassen sich unterscheiden und hinreichend genau beschreiben?
Welche Vorgehensweisen bieten sich dem Interpreten, um einerseits die Mehrdeutigkeit als Textphänomen ernst zu nehmen und andererseits den Anspruch auf wissenschaftliche Standards aufrechtzuerhalten?

Im einen Fall gilt es, den Bedeutungshorizont nicht durch die Suche nach der vermeintlich "richtigen Lösung" zu verengen, im anderen, die Entwicklung unterschiedlicher - oder gar sich ausschließender - Lesarten dennoch methodisch angemessen zu begründen. Der Interpret muss also zwischen der Skylla der Bedeutungsnivellierung und der Charybdis der Beliebigkeit möglichst gekonnt hindurchnavigieren.

Für die Seminararbeit bieten sich Texte an, die in inhaltlicher wie strukturell-formaler Hinsicht mehrdeutig sind, wobei Form und Inhalt nur idealtypisch, nur dem Betrachtungsaspekt nach, differenzierbar erscheinen.
Das Seminar perspektiviert die Frage der Mehrdeutigkeit in zweifacher Hinsicht, einmal ausgehend von Primärtexten, zum anderen durch Texte der Sekundärliteratur.
Anhand von Textanalysen der Forschungsliteratur untersuchen wir exemplarisch den konkreten, interpretativen Umgang mit Mehrdeutigkeiten. Hierbei erscheint insbesondere die diachrone Betrachtung aufschlussreich, um die Historizität allen Deutens und Interpretierens zu beobachten. In diesem Zusammenhang geht es weiterführend um Phänomene der Ambiguität im kulturellen Kontext.
Für die kompetente Auseinandersetzung mit der Fragestellung des Seminars gilt es, einleitend einige Basisbegriffe der Literaturwissenschaft wie Bedeutung, Text, Werk, Rezeption, Intersubjektivität, Methode, Lesart u.a. mithilfe ausgewählter Handbuchartikel vertiefend zu klären (Bereitstellung im EWS).

Als Unterrichtsmedien nutzen wir das Wiki (EWS), die Lernplattform Moodle sowie MindMaps. Alle Seminarbeiträge werden in einem PDF-Buch (EWS/Wiki) gesammelt, sie stehen allen TeilnehmerInnen zur Verfügung.

Seminartexte
Kafka: Die Verwandlung
Goethe: Das Märchen
Kleist: Über das Marionettentheater
Sekundärliteratur (EWS)

Knechtschaft im Geiste - das Projekt der Aufklärung im Drama
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • G2b/F3
  • BL 2.1
  • R. 3.306
  • Di, 10:00 - 12:00 Uhr

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Der Diskurs der Aufklärung spiegelt sich in der Entwicklung der deutschen Dramatik. Typischerweise treten im Drama unterschiedliche Charaktere, gegenläufige Interessen und Motivationen in die dialogische Auseinandersetzung. Pointiert gefasst: Im Drama verhandelt die Gesellschaft sich selbst.

Fokussiert man auf die Kontroversen, Konfliktlagen, Handlungsweisen und Argumentationsmuster im Drama, lässt sich ein differenziertes Bild der Aneignung und des Umgangs mit aufklärerischem Denken entwickeln.

Doch was ist Aufklärung überhaupt? Die Rede von DER Aufklärung suggeriert eine gedankliche Homogenität, eine abgrenzbare Bewegung, die es nie gab. Von Anfang an war man sich einig, dass man sich uneinig war. Grundsätzlich ist der Begriff Aufklärung jedoch positiv besetzt. Die Aufklärung klärt den Menschen über sich selbst und die Welt auf, soweit die weitverbreitete Programmatik, die Losung. Die Aufklärung steht für den Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit (so Kants vielzitierte Wendung). Das Wissen, der Verstand und die Vernunft verbinden sich eng mit dem Aufklärungsbegriff. Dergestalt mag - nicht nur im Drama - der Weg zur vernünftigen, wahren und somit "richtigen" Lösung auffindbar und vielleicht sogar kurz erscheinen, gäbe es nicht die subversive Perspektivenabhängigkeit des Denkens. Zahlreiche Dramen setzen im dramatischen Konflikt den perspektivengebundenen Antagonismus der Akteure in Szene. Die Identifikation mit einer Weltanschauung , einem Ideengebäude, grundiert und nährt dabei den Konflikt der Figuren. Am Ende entscheidet die Perspektive, was den Aufklärer vom Gegenaufklärer unterscheidet.

Lessings Dramatisierung des Verhältnisses von Vernunft und Glaube in "Nathan der Weise" bietet eine gedankenreiche Auseinandersetzung mit Positionen und Perspektiven aufklärerischen Denkens. Erkennbar geht es Lessing darum, den Zuschauer/Leser anzuregen, diese Perspektiven und Positionen kritisch zu durchdenken. Gerade der Verzicht auf die schulmeisterliche, dogmatische Belehrung nimmt die Programmatik der Aufklärung ernst, statt platter Indoktrination die Ermächtigung zur differenzierten Selbstreflexion. Auch die anderen Stücke des Seminars bieten eine vielschichtige Reflexion des "Projekts" der Aufklärung.

Das Seminar setzt sich vor allem zwei Ziele: Zum einen sollen die TeilnehmerInnen einen kleinen Einblick in die moderne Aufklärungsforschung gewinnen und zum anderen in exemplarischen Textanalysen den gedanklichen Transfer ausgewählter Forschungsergebnisse erproben (Kernfrage hierbei: Welche Rolle spielt das aufklärerische Denken in den untersuchten Dramen?).

Seminartexte
Lessing: Nathan der Weise
Schiller: Wilhelm Tell
Büchner: Woyzeck
Brecht: Leben des Galilei
Aufklärungsforschung: Textauszüge (EWS)

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2012/2013

Angst, Freude, Zorn und Ekel... - Gefühle und ihre Narrativierung
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • L4
  • R. 3.307
  • Di, 08:00 - 10:00

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Der diagnostische Blick: Gesellschaftspanoramen (Berlin, New York)
Veranstaltungsnummer Modulzuordnung Raum und Zeit
  • A1/F4
  • BL 2.1
  • R. 3.406
  • Do, 08:00 - 10:00

Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF, Vergabe der Plätze über das zentrale Vergabesystem durch das Team Studienkoordination! Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch!


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012

BaMa 2005/ LPO

Literarische Menschenbilder zwischen Autobiographie und Maschine Mensch
VERANSTALTUNGSNUMMER VERANSTALTUNGSART MAX. TEILNEHMER
  • Hauptseminar, 2 SWS
  • 40
TERMINE RAUM STUDIENGÄNGE
  • Fr, 8:00 - 10:00
  • LPO 2003/Ba.Ma. 2005: A1/F4
Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF. Beachten Sie die Neuerungen zur Seminarplatzvergabe .


LABG 2009

Literarische Menschenbilder zwischen Autobiographie und Maschine Mensch
VERANSTALTUNGSNUMMER VERANSTALTUNGSART MAX. TEILNEHMER
  • Hauptseminar, 2 SWS
  • 40
TERMINE RAUM STUDIENGÄNGE
  • Fr, 8:00 - 10:00
  • LABG 2009 BL 3.2
Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF. Beachten Sie die Neuerungen zur Seminarplatzvergabe .


Sommersemester 2012


  • Das buchstabierte Leben - künstliche Kreaturen und narrative Selbstentwürfe (Beginn: 13.04.)


Das Leben ist kein Buch. Und doch scheint die Versuchung der Selbst-Duplizierung in Form einer Autobiografie für viele verlockend zu sein. Das autobiografische Erzählen entwickelt in der Rückschau einen wie auch immer gearteten "roten Faden" des Lebenslaufs, der auch Brüche und Krisen zu integrieren vermag. Die stillschweigend vorausgesetzte Erzählbarkeit des eigenen Lebens vertraut auf die sinnstiftende Funktion tradierter Muster des Erzählens und Deutens.
Autobiografien stellen das individuelle Leben in den Mittelpunkt, heißt es lapidar. Doch um welches Erzählen geht es dabei, wenn niemand weiß, was Leben eigentlich ist? Dem Wunsch, das Leben "aufzuschreiben", ist die gleichzeitige Unkenntnis, was das Leben überhaupt ist, geradezu eingeschrieben. Die Kunst des Lebens besteht vielleicht gerade darin, es zu leben, ohne es zu verstehen.

Auch die sehr alten und vielfach literarisierten Vorstellungen vom künstlichen Menschen kommen ohne das grundlegende Verstehen des Lebens aus. Die genuine Lust des Second maker an der gottgleichen Hervorbringung überspielt nur das Unvermögen zur tieferen Einsicht in die Natur des Hervorzubringenden. Die Befreiung des Menschen aus seinen natürlichen Abhängigkeiten mutiert dergestalt zu einem Phantasma, das in der Idee der Machbarkeit gründet. Es geht um die Experimentierlust des Homo faber, der das Machen vor das Verstehen setzt.

Üblicherweise bilden die künstlichen Kreaturen, Kunstmenschen und Automaten einerseits und das autobiografische Schreiben andererseits, getrennte Gegenstände in einem literaturwissenschaftlichen Seminar. Dabei sind diese Diskurse über den zugrundeliegenden Lebensbegriff explizit oder implizit miteinander verbunden. So erscheint die Aussage "Androiden schreiben keine Memoiren" nur deshalb humoristisch und nicht erklärungsbedürftig, weil die Leserin, der Leser, dem sogenannten künstlichen Leben bereits bestimmte Vorstellungen und Eigenschaften zuschreibt.

Anhand eines überschaubaren Textkorpus (Reader) sollen diese beiden Erzählwelten dialogisch mithilfe ausgewählter Analysekategorien in Beziehung gesetzt werden. Die zusammengestellten Textausschnitte des Readers zeichnen zum einen die geschichtliche Entwicklung der Autobiografie in Umrissen exemplarisch nach und dokumentieren zum anderen einige prominente, traditionsbildende Kunstwesen aus Mythologie, Kunst und Literatur (Pygmalion-Mythos, Prometheus, Daidalos [lat. Daedalus], Olimpia, Golem u.a.).

Leistungsnachweise: Hausarbeit (3CP), Übernahme und pädagogische Gestaltung einer Unterrichtseinheit (AT), subsidiär eine schriftliche Ausarbeitung (AT). Daneben ist die Absolvierung von etwa acht Moodleaufgaben für alle TeilnehmerInnen verpflichtend (es geht dabei um kleine sitzungsvorbereitende Text- bzw. Rechercheaufgaben).
Klären Sie Fragen bitte schon im Vorfeld via Mail ab.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/2012

Faustdichtungen
VERANSTALTUNGSNUMMER VERANSTALTUNGSART MAX. TEILNEHMER
  • Hauptseminar, 2 SWS
  • 60
TERMINE RAUM STUDIENGÄNGE
  • Mi, 16:00 - 18:00
  • LPO 2003/Ba.Ma. 2005: A1/F4, A2/F6
Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF. Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch.


Die Kunst des Verfalls oder die Lust am Untergang
VERANSTALTUNGSNUMMER VERANSTALTUNGSART MAX. TEILNEHMER
  • Hauptseminar, 2 SWS
  • 60
TERMINE RAUM STUDIENGÄNGE
  • Do, 08:00 - 10:00
  • LPO 2003/Ba.Ma. 2005: A1/F4, A2/F6, L4
Anmeldeverfahren: Anmeldung über das LSF. Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist obligatorisch.


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/12

(Kommentierung im LSF)

  • Faustdichtungen (Beginn: 12.10.2011)


Seminartexte
Spies(s): Historia von D. Johann Fausten
Goethe: Faust (Erster und zweiter Teil)
Grabbe: Don Juan und Faust


  • Die Kunst des Verfalls oder die Lust am Untergang (Beginn: 13.10.2011)


Seminartexte
Thomas Mann: Buddenbrooks. Verfall einer Familie
Thomas Bernhard: Auslöschung. Ein Zerfall


Lehrveranstaltungen im SoSe 2011

Mittwoch 14:15 - 15:45 / Beginn: 06.04.2011
Raum 3.405 (Emil-Figge-Straße 50)


Kommentar

Symbole gehören zum Menschen. Zu allen Zeiten spielen sie eine mehr oder minder bedeutende Rolle. Frauke Berndt und Heinz Drügh sprechen in ihrem Sammelband von dem hohen Integrationspotential des Symbols im Horizont der Text- und Kulturwissenschaften. Viele Autoren und Theoretiker räumten und räumen dem Symbol eine zentrale Stellung ein, so stellte etwa Egon Friedell die These auf, dass den mittelalterlichen Menschen die dichterische Anschauung, die die eigentlich symbolische sei, besonders auszeichne. Friedell grenzt dabei die symbolische Anschauung von der wissenschaftlichen wie praktischen ab.
Doch was ist ein Symbol? Worin besteht eine "symbolische Ordnung"? Was hat es mit dem "symbolischen Kapital" im Sinne Pierre Bourdieus auf sich? - Wer sich schon einmal mit dem Symbolbegriff beschäftigt hat, der weiß, welch große Spannweite an Bedeutungen diesen Begriff kennzeichnet. So hat der mitunter inflationäre Gebrauch des Symbolbegriffs zu der Forderung geführt, auf ihn in der literaturwissenschaftlichen Arbeit ganz zu verzichten.
Interessanter jedoch als das bloß einen Schlussstrich setzende Verdikt erscheinen die Kernfragen: Wie erklärt sich die besondere Anziehungskraft des Symbolischen? Was verleiht dem Symbolbegriff sein ungewöhnliches Potential, in den unterschiedlichsten Verwendungskontexten eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen? Und wieso gelingt es nicht recht, seine Bedeutungsvielfalt in Definitionen handhabbar unter Kontrolle zu bringen? So wichtig diese Definitionsbemühungen für die Wissenschaft auch sind, sie erinnern an einen Gärtner, der einer fortschreitenden Wucherung den finalen Zuschnitt zu verpassen sucht und sich nach unermüdlichen Bemühungen schließlich doch einem "dankbareren" Gewächs zuwendet.

Die sonderbare Produktivität des Symbols und Symbolischen erscheint nicht zufällig, neben vielem anderen werden in diesem Feld Grundfragen des Literarischen wie überhaupt des Künstlerischen verhandelt. - Diesen Fragehorizont gilt es im Seminar anhand von Grundlagentexten auszuloten. Wenngleich der rein definitorische Zugang zur Phänomenerhellung im engeren Sinne nicht zielführend ist, so soll auf ihn dennoch nicht verzichtet werden. In dem Versuch, den Symbolbegriff zu definieren und ihn dabei auch von verwandten Begriffen abzugrenzen (Allegorie, Metapher, Emblem...), entwickelt sich zumindest ein adäquates Problembewußtsein, auch wäre es falsch, die Unbestimmtheit des Symbolbegriffs mit Beliebigkeit zu verwechseln.

  • Welche Zielsetzungen verfolgt das Seminarprogramm?

Im Seminar befassen wir uns mit einer Auswahl an Symboltheorien (bspw. auch mit der vor allem von Jürgen Link begründeten Forschungsrichtung "Kollektivsymbolik"). Neben dem problembezogenen analytischen Teil des Seminars untersuchen wir literarische Symbole im Anwendungskontext. In exemplarischen Lektüren arbeiten wir die funktionale Stellung und den Stellenwert der Symbolik im Erzählzusammenhang wie auch im leserseitigen Rezeptionsvorgang anhand heuristischer Untersuchungsaspekte und -ebenen heraus.

Verbindliche Textgrundlage

Die Seminararbeit stützt sich in erster Linie auf die 2009 von Frauke Berndt und Heinz Drügh herausgegebene Textsammlung "Symbol" (Suhrkamp, stw 1895 / 461 S., 16 Euro). Für die Seminarteilnahme ist diese Ausgabe anzuschaffen. - Die literarischen Texte stehen im EWS zur Verfügung. Folgende Texte sind u.a. vorgesehen: Goethe, "Märchen" und "Die neue Melusine" / E.T.A. Hoffmann, "Der goldne Topf".

Seminarablauf

Für die aktive Teilnahme ist die Übernahme einer kleinen Unterrichtseinheit (UE 10-15 Min.) erforderlich, die in die jeweilige Sitzungsthematik einführt (inkl. Handout / die UE soll dem Schulunterricht ähneln, es geht um eine Form des Microteaching; Näheres hierzu im Arbeitsraum EWS/Materialien/Web). Es wird pro Sitzung nicht mehr als eine UE geben (keine Gruppen). Die Sekundärliteratur für die UE steht im EWS bereit (Umfang idR ein Fachaufsatz).

Neben EWS nutzen wir MOODLE, beide sind integraler Bestandteil des Seminars. Nähere Informationen im Seminarprogramm und im EWS. - Anmeldung im LSF, möglichst frühzeitig auch EWS sowie Moodle.

Im Dateibereich des EWS finden sie das ausführliche Semesterprogramm inkl. Literaturverzeichnis, Sekundärliteratur und Materialien.


Freitag 08:15 - 09:45 / Beginn: 08.04.2011
Raum 3.112 (Emil-Figge-Straße 50)


Kommentar

Für die literarische Entwicklung in Deutschland nimmt Goethes Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" eine Schlüsselstellung ein. Schon die Zeitgenossen haben sich mit der Eigenart und Kompositionsweise des Werkes differenziert auseinandergesetzt, durchaus nicht immer zustimmend, wie Novalis' bekannte Kritik zeigt. Unzweifelhaft dagegen erscheint der innovative Charakter des Wilhelm Meister, der in seiner triadischen Struktur eine Vielzahl von Stoffen und Motiven in mehrdeutigen Verweisungszusammenhängen miteinander verbindet. Im Seminar sollen vor allem die erzählerischen Strukturmerkmale wie auch die motivisch-symbolischen Zusammenhänge herausgearbeitet werden. Darüberhinaus konfrontieren wir die Ergebnisse der Struktur- und Inhaltsanalyse mit alternativen romantheoretischen Entwürfen, um im Kontrast die Individualität des Wilhelm Meister prägnanter zu erfassen. In diesem Zusammenhang befassen wir uns auch kritisch mit der Klassifizierung als "Bildungsroman".
Der Roman galt lange Zeit - schon durch die normative Geltung der antiken Kunst - als künstlerisch minderwertige, kunstlose Gattung. Kritiker sahen im Roman nicht nur eine die Sittlichkeit bedrohende Kunstform, sondern beschworen auch die mit der Lesewut drohende Realitätsflucht und Schwelgsucht der Leserinnen und Leser. Von staatlicher Seite aus versuchte man dem vermuteten subversiven Potenzial des Romans durch Zensur und Publikationsverbote beizukommen.
Die zentrale Stellung des Wilhelm Meister in der Geschichte der Romanpoetik zeigt sich vor allem in der Wirkungsgeschichte. Zahlreiche Autoren beziehen sich in ihren Werken zustimmend oder auch ablehnend auf diesen epochalen Text. Wie andere Hauptwerke Goethes (→ Faust), zeichnet sich auch das gesamte Wilhelm Meister Projekt durch seine sehr lange Entstehungszeit aus. Der sog. Urmeister, "Wilhelm Meisters Theatralische Sendung", entsteht in den Jahren 1776/77-1785/86. Nach der Überarbeitung erscheint der Roman 1795/96 unter dem Titel "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Die Fortsetzung "Wilhelm Meisters Wanderjahre" (Erstfassung 1821) veröffentlicht Goethe, ebenfalls nach einer eingehenden Überarbeitung, erst 1829.

Textgrundlagen

Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre. Legen Sie sich bitte eine kommentierte Ausgabe zu, empfehlenswert sind Ausgaben, die editorisch auf einer der großen Goethe-Werkausgaben basieren: Frankfurter Ausgabe (Bsp.: Suhrkamp Basisbibliothek) oder Münchner Ausgabe (neben der Frankfurter empfohlen); alternativ die Hamburger Ausgabe, Weimarer Ausgabe etc. Darüberhinaus gibt es einen Reader mit den romantheoretischen Texten (→ EWS). Die Sammlung orientiert sich an folgender Ausgabe: Hartmut Steinecke & Fritz Wahrenburg (Hrsg.): Romantheorie. Texte vom Barock bis zur Gegenwart, Stuttgart: Reclam 1999.
(Literaturhinweise: Christoph Bode: Der Roman. Eine Einführung, Tübingen: Francke (UTB) ²2011 / Matías Martínez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie, München: C.H.Beck 2009 [aktuell in der 8. Aufl.] / H. Porter Abbott: The Cambridge Introduction to Narrative, Cambridge: CUP ²2008.)

Seminarablauf

Für die aktive Teilnahme ist die Übernahme einer kleinen Unterrichtseinheit (UE 10-15 Min.) erforderlich, die in die jeweilige Sitzungsthematik einführt (inkl. Handout / die UE soll dem Schulunterricht ähneln, es geht um eine Form des Microteaching; Näheres hierzu im Arbeitsraum EWS/Materialien/Web). Es wird pro Sitzung nicht mehr als eine UE geben (keine Gruppen). Die Sekundärliteratur für die UE steht im EWS bereit (Umfang idR ein Fachaufsatz).

Neben EWS nutzen wir MOODLE, beide sind integraler Bestandteil des Seminars. Nähere Informationen im Seminarprogramm und im EWS. - Anmeldung im LSF, möglichst frühzeitig auch EWS sowie Moodle.

Im Dateibereich des EWS finden sie das ausführliche Semesterprogramm inkl. Literaturverzeichnis, Sekundärliteratur und Materialien.



Lehrveranstaltungen im WS 2010/11

alle Studiengänge / LPO 2003: G2b; Ba. 2005: F3
Montag 8:15 - 09:45 Uhr
EF 50 / Raum 0.215
Der Termin für die Bereitstellung des Seminarprogramms im EWS wird Ende August bekanntgegeben.


alle Studiengänge / LPO 2003: A1; Ba. 2005: F4
Donnerstag 8:15 - 09:45 Uhr
EF 50 / Raum 3.205
Der Termin für die Bereitstellung des Seminarprogramms im EWS wird Ende August bekanntgegeben.


Lehrveranstaltungen im SS 2010

alle Studiengänge / LPO 2003: A1; Ba. 2005: F4
Donnerstag, 14:00 bis 16:00 Uhr
Raum: 3.237 (Emil-Figge-Straße 50)


alle Studiengänge / LPO 2003: G2b; Ba. 2005: F3
Dienstag, 8:00 bis 10:00 Uhr
Raum: 3.205 (Emil-Figge-Straße 50)

...

Lehrveranstaltungen im WS 09/10

alle Studiengänge
Montag, 10:00 - 12:00 Uhr
Raum: 3.207 (Emil-Figge-Straße 50)

Beginn: 12.10.2009

(frühere LV werden nicht mehr aufgeführt)

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