Kategorie:Partikeln

Aus StudiGer
(Weitergeleitet von Wiki-Partikellexikon)
Wechseln zu: Navigation, Suche
P-lexikon.jpg

Herzlich willkommen im Wiki "Partikel-Lexikon"

Dieses Informationstool wurde im Rahmen des Seminars "Partikeln" (SS 2007, Dozent: Jochen Schulz) konzipiert und seminarbegleitend sowie im Nachgang produziert. Die einzelnen Artikel im Wiki sind hauptsächlich im Zusammenhang des Seminars als kooperative Arbeit von Arbeitsgruppen (unter Nachbearbeitung und Ergänzung durch den Seminarleiter) entstanden und dementsprechend gekennzeichnet. Zudem entstammen bestimmte weitere Einträge in geringer Abwandlung der bald erscheinenden Dissertation "Abtönungspartikeln - dargestellt am Beispiel des Ausdrucks wohl" (Schulz 2010; i.E.).

Das Wiki dient der Dokumentation der Arbeit der Studierenden der Uni Dortmund bzw. des genannten Seminars und der Information über die linguistische Kategorie "Partikeln" für alle Interessierten.


Inhalt


Aufbau

Eine Übersichtsseite, die bestehende Partikelklassifikationen bzw- einteilungen in den einschlägigen Werken aufzeigt, finden Sie zum Einstieg unter Partikeln - Übersicht. Darauf folgen die Subkategorien der Partikeln nach der "Grammatik der deutschen Sprache" des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim (GDS; 1997) als Wiki-Partikelkategorienlexikon; vgl. auch aktuell "Handbuch der deutschen Wortarten" (Hoffmann 2008).

Diese beiden zentralen Teile des Wikis, die der ordnenden Übersichtlichkeit hinsichtlich der vielen Kategorien und Ansätze dienen sollen, werden von weiteren inhaltlichen Artikeln flankiert, die bestimmte Themenbereiche - Geschichte, Didaktik, Kombination, Sprachkontrast, Grammatikalisierung sowie Lexikographie - der Partikologie näher beleuchten.

Das Wiki kann bzw. soll ständig erweitert und verbessert werden - zumindest ist dies ein Anliegen des Seminarleiters und der Redaktion. Daher sind alle Anregungen, Erweiterungs- oder Umstellungsvorschläge, sprich konstruktive Kritik und Korrekturhinweise inhaltlicher wie formaler Art ausdrücklich erwünscht bzw. willkommen!


Seminarangaben

  • Dozent: Jochen Schulz
  • Seminar: PS, 2SWS
  • Nr.: 150204
  • Semester: SS 2007; Beginn: 05. 04. 2007
  • Raum: Campus Süd, Pavillon 8 - Raum 021
  • Zeit: Do 14-16
  • Module: A1, A2, A6 - neu G2a - Ba/Ma-LA: F2; Ba/Ma angewandt: 2a, 3a bzw. 16c


Kommentar

Die linguistische Kategorie der Partikeln wurde in der Vergangenheit in Bezug auf Beachtung und Würdigung seitens der Sprachwissenschaft eher vernachlässigt als intensiv erforscht. Doch die Beschäftigung mit diesen sprachlichen Elementen, die teilweise als „Läuse im Pelz unserer Sprache“ diffamiert wurden, lässt sich bis zur Antike zurückverfolgen – damals wurden sie vornehmlich im Rahmen der Rhetorik behandelt. Seit ihrer Abgrenzung von den Adverbien durch Admoni und weiteren systematischen Untersuchungen ab den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts und damit einhergehenden Differenzierungen erfreut sich dieses linguistische Teilgebiet allerdings vermehrter Beliebtheit sowie zahlreicher Abhandlungen. Gleichwohl lassen sich bzgl. Binnendifferenzierung, Wortartidentität bzw. -definition, semantischen, lexikologischen und kontrastiven Aspekten sowie in erster Linie pragmatisch-kommunikativer Form-Funktionszusammenhänge etliche Frage- und Problemstellungen – nicht zuletzt in didaktischer Hinsicht – konstatieren, die im Seminar analysierend untersucht werden sollen. Es werden dabei sowohl die „klassischen“ Partikeln, sprich die unflektierbaren Präpositionen, Junktoren, Adverbien (mit wenigen Ausnahmen) und Interjektionen – als auch die erst in neuerer Zeit entstandenen Subkategorien der eigentlichen Partikeln im engeren Sinne wie bspw. die funktional-komplexen Abtönungspartikeln oder die gut erforschten Gradpartikeln in Betrachtung und Analyse miteinbezogen. Somit möchte das Seminar ein Streiflicht auf die kommunikativ wichtige und sprachtypologisch zentrale Kategorie der bzw. aller Inflexibilia der deutschen Sprache werfen. Beabsichtigt ist ferner - in synchroner wie diachroner Hinsicht - etymologische Wörterbücher sowie digitale Medien zur Recherche und zur Seminargestaltung (Wiki-Einsatz, Erarbeitung eines „Partikellexikons“) bzw. neuartige Untersuchungsmethoden wie bspw. eine Korpusanalyse sowie eine didaktische Materialanalyse im Zusammenhang mit der Partikelthematik vorzustellen und/oder zu erarbeiten, um einen breiten Zugang zum und ein vertieftes Verständnis für das linguistische Forschungsfeld der Partikeln bzgl. aller relevanten linguistischen Ebenen und Aspekte zu erlangen.

Literatur: Zum Einstieg in die Thematik könnten Sie einen Blick werfen in: Helbig, Gerhard: Lexikon deutscher Partikeln. 1. Aufl. Leipzig 1988 bzw. die „Grammatik der deutschen Sprache“ von Zifonun/Hoffmann/Strecker (IDS-Grammatik, 3 Bd., de Gruyter, 1997).


Kontakt

Technische Universität Dortmund
Fakultät 15 - Kulturwissenschaften
Institut für deutsche Sprache und Literatur
B.A./M.A.-Koordination; Jochen Schulz
Raum 3.433
44227 Dortmund
Tel.: 0231/755-6543
Mail: jochen.schulz@uni-dortmund.de
Page im Studiger: Jochen Schulz