Seminarkonzept "Strategien und Konzepte zur Leseförderung und -diagnostik in schulischen und außerschulischen Kontexten" - WS 2014/15

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Das Seminar "Strategien und Konzepte zur Leseförderung in -diagnostik in schulischen und außerschulischen Kontexten" wird im Wintersemester 2014/15 erstmalig von Corinna Wulf (M.Ed.) für Lehramtsstudierende der TU Dortmund nach LaBG 2009 angeboten. Im Rahmen des Seminars sollen, neben theoretischen Rahmenbedingungen zur Lesekompetenz und Leseforschung, praktische Erfahrungen zur Durchführung und Auswertung diagnostischer Testverfahren gesammelt werden. Daran anknüpfend werden verschiedene Verfahren und Methoden zur Leseförderung auf verschiedenen Ebenen thematisiert und erarbeitet. Kooperiert wird in diesem Zusammenhang mit drei Lehrkräften der Comeniusgrundschule und der Albrecht-Dürer-Realschule in Dortmund.


Zielsetzung und Durchführung

Ziel der Kooperation ist die Erhöhung der Praxisanteile im Lehramtsstudium sowie eine enge Verzahnung zwischen den Institutionen Universität und Schule, wobei die Beteiligten der beiden Institutionen voneinander profitieren und sich austauschen können. Dazu gibt es:

1. Eine "Ab in die Praxis"-Sitzung, in der die Lehramtsstudierenden mehrdimensional die Lesekompetenz von Schüler/-innen der Primarstufe und Sekundarstufe I erfassen sollen. Die

Testung erfolgt dabei dreidimensional:


Ebenen - Diagnose1.jpg

Neben der Testung des Leseverständnisses mit Hilfe von zielgruppenspezifischen Testverfahren wie ELFE 1-6 und einem anderen Testverfahren, sollen ebenso Aussagen in Bezug auf die Leseflüssigkeit und die Lesemotivation getroffen werden. Dazu wird in 6-er Gruppen pro Klasse gearbeitet und innerhalb von zwei Schulstunden die verschiedenen Ebenen einer systematischen Lesekompetenz überprüft. Ziel ist es im Anschluss individuelle Schülerprofile zu erstellen, anhand derer die beteiligten Lehrkräfte nachvollziehen können, welche Stärken und Schwächen ihre Schüler/-innen im Bereich des Lesens haben. Entsprechende Fördersettings können so entwickelt werden; auch können Konsequenzen für den Unterricht abgeleitet werden (bspw. in Bezug auf die Leseinteressen). Zusätzlich werden die zentralen Ergebnisse klassenspezifisch auf einem Poster zusammengefasst - auch diese werden den Lehrkräften zur Verfügung gestellt.


2. Zusätzlich findet innerhalb der vorletzten Sitzung ein "Expertengespräch" statt, zu dem die beteiligten Lehrpersonen in die Universität kommen, um sich und das Lese- und Medienkonzept ihrer Schule vorzustellen und Fragen der Studierenden zu beantworten und miteinander zu diskutieren.

Lernziele/Kompetenzen

• Die Studierenden können erklären, warum eine diagnostische Kompetenz im Lehrerberuf die Vorbedingung für gelingende Lesekompetenzförderung ist.

• Die Studierenden können Kriterien für die Auswahl lesediagnostischer Werkzeuge formulieren.

• Die Studierenden können Lesen als eine Fähigkeit verstehen, die sich aus verschiedenen Teilkompetenzen und –prozessen zusammensetzt.

• Sie können diagnostische Werkzeuge zur Kompetenzmessung vergleichen und diese unter verschiedenen Gesichtspunkten analysieren und bewerten.

• Sie können verschiedene Maßnahmen und Methoden zur Leseförderung erklären und in Zusammenhang mit dem Lesekompetenzbegriff bringen.

• Sie können Fördermaßnahmen anhand von exemplarischen Testergebnissen konstruieren und kommunizieren.

• Die Studierenden können verschiedene Ergebnisse der Leseforschung sowie Methoden zur Lesediagnostik und –förderung kritisch hinterfragen und Konsequenzen für die berufliche Praxis ableiten.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Seminarkontext

https://www.lsf.tu-dortmund.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=150022&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=Veranstaltung

Zuständigkeit

Corinna Wulf, M.Ed./TU Dortmund

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur

Kontakt: corinna.wulf@tu-dortmund.de


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