Bernhard Engelen

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Prof. Dr. Bernhard Engelen (1937 – 2016)

Prof. Dr. Engelen wurde 1978 an die Universität Dortmund auf den Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Sprachdidaktik berufen und gehörte dem Institut für deutsche Sprache und Literatur bis zu seine Emeritierung 2003 an. Über 25 Jahre hat er dieses Institut in besonderer Weise geprägt, sich u. a. für einen Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache eingesetzt und sich für die Universität engagiert (etwa als Mitglied des Senats).

Bernhard Engelen wurde in Düsseldorf geboren, hat in Köln und Aix-en-Provence Deutsche und Romanistische Philologie studiert und wurde 1965 in Köln promoviert. 1964-1966 war er Mitarbeiter am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. 1972 hat er sich in Münster habilitiert und war 1972-1973 Professor an der PH Heidelberg. Von 1973-1978 war er Professor an der PH Münster.

Linguistisch hat Prof. Engelen zu vielen Bereichen der deutschen Syntax geforscht (u. a. zu Satzbauplänen, Genus, Genitivkonstruktionen, aber auch zu kontrastiven Fragestellungen) sowie zur Sprachdidaktik (Grammatikunterricht, Aufsatz etc.). Zugleich hat er in Forschung und Lehre immer auch an der Schnittstelle zur Literaturwissenschaft gearbeitet. Immer wieder beschäftigten ihn die Märchen der Brüder Grimm und ihre französische Tradition. Er untersuchte die Syntax der Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie die Dichtung Eichendorffs. Er zeichnete sich aus durch ein großes Detailwissen zu den Phänomenen der Grammatik des Deutschen, aber man konnte mit ihm auch stundenlang über Phänomene des Altfranzösischen oder des Jiddischen diskutieren. Prof. Engelen war ein großer Vermittler von Forschung, der die Erfordernisse der schulischen Praxis nie vergaß. Wir verdanken ihm nicht nur eine zweibändige „Einführung in die Syntax der deutschen Sprache“ (1984, 1986), sondern auch ein Sprachbuch.

Prof. Bernhard Engelen war ein vorzüglicher und vom Kollegium wie von den Studierenden sehr geschätzter Hochschullehrer von großer Freundlichkeit, hintergründigem Humor und persönlicher Bescheidenheit. Wir werden ihn als Freund und Kollegen sehr vermissen.